Life According to Music and Nature

Life According to Music and Nature, Mittwoch, 01. Mai 2019, Gasteig, Kleiner Konzertsaal München, Foto- und Kunstausstellung & Konzert. Mit der freundlichen Unterstützung des Kulturreferats der Landeshauptstadt München.

Programm
17:00 Uhr Foto- und Kunstausstellung von Frau Leila Morgenstern und Herrn Hadi Mokhtarian. Die Bilder können auch erworben werden.
18.45 Uhr Einlass in den Kleinen Konzertsaal
19.00 Uhr Beginn des Konzerts
Musik, erste Szene: Kinderszenen op.15.
20.15 Uhr Pause
Musik, zweite Szene: Fantasie op.17.

Eintrittspreis im Vorverkauf: 25 €
Schüler, Studierende: 20 €
Abendkasse: 27 €

Ziel der Veranstaltung: Die Veranstaltung „Life According to Music and Nature“ hat das Ziel, durch eine Ausstellung von Bildern aus Natur und Umwelt sowie durch Musik den Menschen unsere Welt aus einem besonderen Blickwinkel heraus näherzubringen und sie zum Innehalten zu bewegen. Mit Foto- und Kunstausstellung von Frau Leila Morgenstern und Herrn Hadi Mokhtarian, in denen sie uns die Schönheit, aber auch Verletzlichkeit unserer Natur näherbringen, sowie mit dem Musiker Hafez Babashahi, der uns durch Stücke von Robert Schumann in unsere Kindheit, in eine noch unbeschwerte Zeit unseres Lebens mit einer sensibleren Sichtweise der Welt, zurückversetzen wird, wollen wir eine Brücke schlagen von unserer vergangenen Kindheit in die Zukunft unserer Kinder. Unsere Umwelt und ihre Ressourcen sind nicht grenzenlos. Wir tragen Verantwortung dafür, unseren Kindern eine weitgehend intakte Umwelt zu übergeben. Der Fokus liegt auf dem Thema „Nachhaltige Entwicklung – generationengerecht und umweltfreundlich“. Die Bilder und die Musik werden uns dafür die Augen, Ohren und Herzen öffnen.

Musik, erste Szene: Kinderszenen op.15:Gedacht sind die Kinderszenen nicht für Kinder sondern vielmehr für Erwachsene, die sich gerne an die Kindheit zurückerinnern wollen. Es handle sich hierbei um „Rückspiegelungen eines Älteren für Ältere“, schrieb Schumann im Oktober 1848 an den befreundeten Pianisten und Komponisten Carl Reinecke. Außerdem liefern sie ein Bild der ganz persönlichen Vorstellung Schumanns des von ihm herbeigesehnten Familienidylls mit Clara: Ob nun Kinder spielend herumspringen wie in „Hasche- Mann“ oder „Ritter vom Steckenpferd“, ob ihnen Geschichten erzählt werden oder ein Schlaflied gesungen wird („Von fremden Ländern und Menschen“, „Kuriose Geschichte“, „Kind im Einschlummern“), ob man ihr Bitten aufgreift wie in „Bittendes Kind“ oder ob sich Eltern schließlich ganz biedermeierlich-gemütlich von den Strapazen des Tages „Am Kamin“ erholen und dabei einer „Träumerei“ nachhängen.

Musik, zweite Szene: Fantasie op.17: Die in den Jahren 1836 bis 1838 komponierte C-Dur-Fantasie ist das wohl monumentalste Werk aus Schumanns erster Schaffensperiode, die bekanntlich (fast) ganz dem Klavier gewidmet war. Wie die meisten Frühwerke ist das Stück von einer Fülle poetisch- musikalischer Bezüge durchdrungen. Dazu sei Christof Rügers Einführung zitiert: “Die C-Dur-Fantasie steht in enger inhaltlicher und formaler Beziehung zu den Klaviersonaten, insbesondere der in fis-Moll. In ihrer Endfassung ist sie Franz Liszt gewidmet, der mit der Dedikation seiner h-Moll-Sonate an Schumann antwortete. Die Genesis des Werkes ist mehrschichtig. Erste Anregungen scheint der Aufruf Liszts zur Errichtung eines Beethoven-Monuments in Bonn gegeben zu haben. Für dieses schöne Vorhaben wollte Schumann den Erlös einer großen Sonate mit den Sätzen »Ruinen, Trophäen, Palmen« als Obolus beisteuern. Später sprach er von drei »Dichtungen«: »Ruine«, »Siegesbogen« und »Sternbild«, und als das Werk im Frühjahr 1838 vollendet war, nannte er es schlicht »Fantasie«, gab aber als hochpoetisches Motto die Strophe von Friedrich Schlegel bei: Durch alle Töne tönet im bunten Erdentraum ein leiser Ton gezogen für den, der heimlich lauschte. Das Album für die Jugend, op. 68 (entstanden 1848), ist ein Zyklus von Robert Schumann. Im Gegensatz zu den Kinderszenen sind viele Stücke auch für Kinder geeignet. Das Album für die Jugend gehört – nicht zuletzt wegen seiner Vielfalt – zu den Standardwerken des Klavierunterrichts.

Hintergrund/Motivation der Veranstaltung: Einer der wichtigsten Grundpfeiler nachhaltiger Entwicklung ist ein effizienter Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Dabei sollte bei jedem Produkt der gesamte Lebens- und Wirtschaftszyklus in Betracht kommen, von der Gewinnung der Rohstoffe über die Herstellung und Nutzung bis hin zur Entsorgung. Eine der Grundlagen des menschlichen Lebens und der Wirtschaft der heutigen Gesellschaft ist die Nutzung der Ressourcen Wasser und Wald. Weltweit wird die Natur durch Umweltverschmutzung immer stärker bedroht. Eine effiziente Nutzung der Ressourcen unter Achtung der Natur und die Vermeidung von Abfällen sind unabdingbar. Die energetische Verwertung von Abfällen kann dabei einen entscheidenden Beitrag zum Ressourcenschutz und zum Naturschutz leisten. Das Ziel ist eine nachhaltige Entwicklung und eine weltweite Veränderung der Politik und Wirtschaftsweise. Die Schätze der Erde sollen dauerhaft genutzt werden können, um den heutigen und künftigen Generationen global ein (gutes) Leben zu ermöglichen. Wesentliche Faktoren sind dabei die Bekämpfung von Armut und Kinderarbeit, den größten Herausforderungen in der heutigen Gesellschaft, die sich durch die Flüchtlings- und Migrationskrise verstärkt haben.

Pianist: Hafez Babashahi hat an der Musikuniversität in Wien und am Josef Matthias Hauer Konservatorium Klavierkonzertfach, Musikpädagogik und Liedbegleitung studiert. Zu seinen wichtigsten Lehrern gehören Peter Barcaba, Charles Spencer, Wolfgang Watzinger, Eugenie Russo und Noel Flores. Er trat in wichtigen Konzerthäusern wie dem Wiener Musikverein, dem Musiktheater Linz, der Deutschen Oper Berlin auf. Am Klavier war er Begleiter von namhaften Sängerinnen und Sängern wie Michael Schade, Stefanie Houtzeel, Sven Hjörleifsson, Hermine Haselböck, Yuan Ming Song, Christina Sidak, Dorottya Láng, Daniel Foki und Dymfna Meijts etc. Neben Lieder- und Soloabenden gibt er regelmäßig Konzerte mit seinem Klaviertrio (Bamdadtrio). Er ist mehrfacher Preisträger diverser Wettbewerbe und wurde von der Firma Bösendorfer ausgezeichnet. Neben seiner Tätigkeit als Korepetitor unterrichtet er auch Klavier am Richard Wagner Konservatorium und gibt regelmäßig Meisterkurse für internationale Studenten (u.a. im Rahmen des Vienna Summer Music Festivals).

Fotograf: Hadi Mokhtarian, studierte Fotografie, Kunst und Architektur an der Universität Teheran und arbeitet als Fotojournalist. Er ist bei mehreren NGOs wie Child Fundation, Society for Defending Street and Working Children usw. im Iran aktiv, um Kindern in Not zu helfen. Die Aufnahmen des Fotojournalisten, Reporters und Sozialmanagers verbinden Themenbereiche wie Natur, Wüste, Wasser und Krieg mit Kindern. So fotografierte Mokhtarian etwa auch den 33-tägigen Krieg zwischen Libanon und Israel aus Sicht der Zivilbevölkerung. Diese Bilder wurden in einer Ausstellung in Ankara in der Türkei gezeigt. Die gemeinnützige Ausstellung der Bilder „Life According to Dust“ in Hannover und Teheran sowie beim Termeh Festival in München im Februar 2019 unterstützt die Kinder in den Provinzen Sarawan und Chabahar im Iran bei ihrem Weg in eine friedliche Zukunft.  Eine Ausstellung seiner Bilder zum Thema Natur, Umwelt und Wasser, die am Kaspischen Meer im Norden des Iran entstanden, wurde in Toronto und Teheran gezeigt. Auch mit den Ausstellungen unter dem Titel „Life According to Nature“ verfolgt Hadi Mokhtarian das Ziel, nachhaltige Entwicklung – generationengerecht und umweltfreundlich – im Iran zu fördern, damit Kinder, die unter schrecklichen Bedingungen aufwachsen, bei denen sie Umweltschadstoffen ausgesetzt sind, durch Bildung zu anderer Arbeit und in eine gesicherte Zukunft geführt werden können.

Künstlerin: Leila Morgenstern ist gebürtige Iranerin, absolvierte ihr Studium der Kunstmalerei an der Alzahra Universität Teheran. Sie arbeitet als freischaffende Künstlerin und Kunstlehrerin an der Montessori-Schule. Von dort erhielt sie auch das „Internationale Montessori Diplom“ der ÖMG. Sie ist bei zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland vertreten. Der Schwerpunkt ihrer Werke liegt dabei im Themenbereich „Wasser und Menschen“.

Idee, Konzept und Veranstaltungsleitung:Bita Rahmani, gebürtige Iranerin, absolvierte ihr Studium an der TU Graz. 2008 erhielt sie den Förderpreis des Forums „Technik und Gesellschaft“ für ihre Masterarbeit an der TU Graz. Sie promovierte 2014 an der TU Wien auf dem Gebiet der umweltgerechten Produktentwicklung. Ihr besonderes Interesse gilt seither den Themen Umwelt, Umweltschadstoffe bei der Produktion und Herstellung von Produkten durch ausgebeutete Kinder in Entwicklungsländern. Ihre persischen Wurzeln und ihr starkes Interesse an Kunst und Kultur bewogen sie, sich der Organisation von Schulprojekten für Kinder in Not zuzuwenden.